Gurnigel / -bad 2007 / 2009 / 2011

Gurnigelpass 2007

Platzmiete, Festzeltmiete, Miete und Installation Licht, Ton, Elektrizität und sanitäre Anlagen,  Booking der Bands: alles ohne einen einzigen Franken Vereinsvermögen zu haben, alles Risiko. Suche nach Sponsoren, Inserenten für das Programmheft, Ausstellern, Vertragsabschlüsse für den Cateringpartner, für die Bar, Hotelunterkünfte. Grosse Probleme mit den Bewirtschaftern der Alp, einem hartnäckigen Gegner, der seit Jahren dort ein Biathlonzentrum bauen will, aber keine Bewilligung bekommt. Weitere Probleme, weil der Platz in einem Naturschutzgebiet und einer schützenswerten Moorlandschaft und dazu noch in einem Jagdbanngebiet liegt. Und alle Probleme werden mit einem dreiköpfigen Organisationskomitee gelöst! Irgendwie passt alles, der Aufbau klappt trotz starkem Regen reibungslos, es sind tolle Helfer da. 

Kaum fängt das Fest an, ist die Sonne da, auch wenn die Nächte empfindlich kalt sind. Aber die Party ist ein Riesenerfolg, man sieht nur fröhliche Gesichter, die Teilnehmer der Ausfahrt finden bei der Rückkehr kaum mehr Parkplätze auf dem Gelände, die Bands sind top und die Nächte sehr kurz. 

Obwohl sehr viele Besucher und Stammgäste auf den Pass kommen, fahren wir wieder ein Defizit ein. Nicht sehr gross aber wir sind froh um jeden Partner, der uns mit seinen Forderungen entgegenkommt. Unser Problem: Die fehlende Infrastruktur. Kein Strom, keine Elektrizität vor Ort, kein Wasser, alles muss installiert werden. Und die Beo Bike Week hat eine Grösse erreicht, die eine Aufstockung des Organisationskomitees verlangt. Wir haben wieder viele Dinge gelernt und arbeiten daran.     

Gurnigelbad 2009 / 2011

Der Entschluss, die Beo Bike Week nicht mehr auf dem Gurnigelpass durchzuführen, fällt nicht leicht aber die Umstände zwingen uns dazu und wir werden fündig im Gurnigelbad. Eines unserer Vereinsmitglieder hat dort das Hotel geführt und die Lage ist einmalig. Ein wunderschöner Park bietet Platz als Campground, ideal auch der Platz für die Bikes sowie für Fest- und Barzelt. Das Wetter macht uns zwar an beiden Jahren einen grossen Strich durch die Rechnung aber irgendwie finden die Leute den Weg zu uns dennoch. 


Viele Gäste mit Bikes, sogar welche aus den USA, andere mit Autos, die eine Seite der Passstrasse ist auf zwei Kilometern mit Fahrzeugen belegt. Die Partys sind heiss, auch wenn wir an einem Abend das Barzelt bereits früh schliessen müssen, weil zwei Bündner Biker ausgerechnet dort ihr Burn-Out machen. Zwei eingegrabene Bikes mit kaputten Reifen und der fehlende Umsatz aus dem Zelt sind das Endresultat. Aber Spass gemacht hat es trotzdem. Wir feiern sogar eine echte Bikerhochzeit! Legendär der Ratschlag von Pfarrer Charly Weissen an das Brautpaar „Versucht, euch treu zu bleiben“! 

Leider wird das Hotel verkauft, das Gelände vom neuen Besitzer mit einer Kunsteisbahn verschandelt und die Beo Biker stehen wieder einmal ohne Festplatz da. Aber wir  lassen uns nicht unterkriegen, wissen, dass da irgendwo ein neues Areal auf uns wartet und arbeiten daran.